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Wichtige Informationen vor dem Start

Ob Sie Schadensersatzansprüche in der Höhe Ihres entgangenen Verdienstes gegen die Kommunen haben, prüfen wir für Sie anhand der von Ihnen eingereichten Angaben und Unterlagen im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung.

Im Folgenden beginnen Sie mit dem Fragebogen. Nach der Auswertung der von Ihnen vorgelegten Daten und Unterlagen werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen um das weitere Vorgehen abzustimmen. Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung werden wir keine kostenauslösenden Maßnahmen vornehmen.

Bitte halten Sie folgende
Dokumente, sofern vorhanden,
bereit:
Schriftverkehr mit dem zuständigen Jugendamt
Gehaltsabrechnungen
Bescheide zur Gewährung von Betreuungsgeld
Start

Das Projekt mein KitaPlatz.org wurde von Frederik Bockslaff und Joschka Strahmann ins Leben gerufen.


Wir haben beide Kinder und hatten das Glück zu einer Zeit Väter zu werden, als der Mangel an Kita Plätzen noch nicht so akut war, wie derzeit. Wir konnten vor 6 bzw. 4 Jahren unsere Kinder ohne größere Wartezeit oder anderes in die Kita geben, so dass wir und unsere Partnerinnen arbeiten konnten. In meinem Fall half bei der Kleinen sicherlich der Geschwisterbonus. Ich, Frederik, musste meine beiden Töchter jedenfalls nicht zu ihrer Geburt bei der Kita anmelden, sondern konnte mir in Ruhe einige ansehen und das Beste mit meinen Kindern für meine Kinder aussuchen.


In der letzten Zeit musste ich leider erleben, wie Freunde ihren nunmehr 2 jährigen Sohn fast ein Jahr lang nicht in die Kita geben konnten. Es war Glück, dass sie in dieser Zeit nochmal schwanger wurde und sich die Elternzeit mit dem Mutterschutz nahtlos überschnitt. Ansonsten hätten meine Freunde nicht gewusst, wie die Betreuung des kleinen Theobald zu organisieren wäre. Das in Berlin, einer Stadt in welcher der Mangel an Kita Plätzen weniger akut sein soll, als in anderen Städten, wie etwa Köln.


Von dort wurde mir berichtet, wer einen Kita Platz in einer privaten Kita wolle, möge doch dem Förderverein 5.000,00€ spenden, zusätzlich die monatlichen Beiträge zahlen und sich noch in der Kita engagieren. Es scheint mittlerweile einfacher ein Spenderorgan zu erhalten, als einen Kita Platz. In beiden Fällen scheint Korruption Usus geworden zu sein. In beiden Fällen geht es leider um Leben.


Dieser Mangel an Kita Plätzen erschwert jungen Familien eine berufliche Entwicklung massiv. Die Politik thematisiert gern die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, ohne dabei die Grundlagen zu schaffen, eine Gleichstellung praktisch herzustellen. Ohne Kita Plätze muss ein Elternteil zu Hause bleiben. Kita Plätze und eine bessere Ausstattung der bestehenden dürften schnell belastbare ergebnisse erzielen. Statt dessen werden ANKER Zentren diskutiert, ohne sich zu fragen, wie die Kinder der neu Angekommenen in unserer Gesellschaft ankommen und sich integrieren werden. Kitas könnten hier ein erster belastbarer Schritt sein, sollte sich die Politik jedweden Lagers jedenfalls logisch erschließen können. Leider sind andere Fragen wichtiger.


Ich, Joschka musste erleben, welche Herausforderungen es für eine junge Familie bedeutet, denn das eigene Kind nicht in einer Kita betreut wird. Zwar hatten auch wir das Glück, eine Zusage für unsere Wunschkita zu erhalten, der Platz wurde aber erst Monate nach dem Ende der Elternzeit frei. Da wir unsere Tochter in dieser Zeit nicht vorübergehend in einer anderen Einrichtung unterbringen wollen, mussten wir die Betreuung selbst übernehmen. Trotz beiden Großelternpaaren in der Nähe bedeutete dies, dass wir beide beruflich zurückstecken mussten.


Wir haben uns bewusst dazu entschiedenen und hatten die Sicherheit, dass es nur eine zeitlich begrenzte Periode zu überbrücken gilt. Anderen jedoch wird diese Situation aufgezwungen.


Dabei wussten die Verantwortlichen früh, dass Kinder ab 1 Jahr ab August 2013 einen Anspruch auf einen Kita Platz haben werden. Trotz ausreichender Zeit ist leider nichts geschehen. Es wurden keine neuen Kitas gegründet und auch die Gehälter der Erzieherinnen sind in allen Bundesländern ein Hohn. Einem Artikel des Münchener Merkur zufolge etwa verdient ein Berufsanfänger 2.800,00€ Brutto, was bei Steuerklasse 1 ohne Kinder zu einem netto Gehalt von etwa 1.800,00€ führt. Ein Trauerspiel.


Daher ist es auch nicht damit getan, einfach mehr Kitaplätze zu schaffen. Gleichzeitig muss die notwendige Infrastruktur bestreitgestellt und der Beruf Erzieher*in attraktiver gemacht werden.


Dies kann nur erreicht werden, wenn den Verantwortlichen die Kosten des Nichtstuns vor Augen geführt werden.


Als Anwälte wollen wir mit dieser Seite unsere Mittel nutzen, um dies zu erreichen.


Wehren auf das es weh tut…